ErziehungsZwang - ZwangsErziehung

Erziehung stellt sich offenbar für jede Gesellschaft als unverzichtbar dar. Auch wenn die jeweiligen Idealvorstellungen und Begründungen differieren, der Erziehungszwang wird kaum in Frage gestellt. In Kontexten der Jugendhilfe wurde und wird dieser zum Teil in Zwangserziehung übersetzt - als Erziehung gedacht; von den betroffenen Kindern und Jugendlichen als Zwang und Repression erfahren. Mit der Veranstaltungsreihe wird Zwangserziehung im Alltag von Jugendhilfe bzw. in der Heimerziehung in unterschiedlichen Systemen thematisiert.

Der Schwerpunkt DDR-Jugendhilfe/Heimerziehung wird veranschaulicht anhand zweier Ausstellungen der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau. Diese werden vom 23.03. bis zum 05.04.20 im Untergeschoss der Goethe Galerie präsentiert.

Zudem geht es um die Heimerziehung der 1950er bis 1980er Jahre der BRD sowie um die kritische Auseinandersetzung mit Zwangselementen in Erziehungshilfen heute. Immer noch werden Maßnahmen und Techniken (z.B. Time-Out-Räume, starre Stufensysteme) im pädagogischen Alltag angewendet. Diese zielen vorgeblich auf Entwicklungsförderung, resultieren aber mehr oder weniger subtil in Disziplinierung und Anpassung.

Zu den verschiedenen Themen werden im Kino am Markt und im Schillerhof an vier Abenden Dokumentar- und Spielfilme gezeigt, die öffentliche (Erziehungs-) Maßnahmen ganz unterschiedlich aufgreifen. Dazu finden jeweils Filmgespräche mit Gästen statt.

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena in Kooperation mit dem Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, der Goethe Galerie sowie den Kinos im Schillerhof und am Markt.

Film & Gespräch: Systemsprenger

Spielzeiten & Tickets

Heute Do, 27.02 Fr, 28.02 Sa, 29.02 So, 01.03 Mo, 02.03 Di, 03.03 Di, 07.04

Dienstag 07. April

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