Naturfilmtage: Die Öko-Rebellen vom Himalaya / Weiße Witwen

Eintritt: 3,00 €

Die Öko-Rebellen vom Himalaya

Im Jahr 2010 rief der Ministerpräsident von Sikkim die „Organic Mission“ ins Leben. Mittlerweile entwickelt sich Sikkim zum Musterland für den Wandel zu einer naturnahen Landwirtschaft. Um die eigenen Biobauern und Verbraucher zu schützen, hat die Regierung Sikkims sogar konventionell produziertes Gemüse mit einem Importverbot belegt. In der Praxis bedeutet das, dass die Behörden befugt sind, mit Pestiziden verunreinigtes Gemüse und Obst zu vergraben und zu vernichten – ein Albtraum für die Hersteller von Kunstdünger und Pestiziden. Agrochemieriesen wie Bayer oder BASF sind in Sikkim nicht erwünscht.

Wäre das, was im Himalaya funktioniert, auch in Deutschland möglich? Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt jedenfalls hierzulande stetig – eine Chance für Bauern, auf nachhaltigen Öko-Landbau umzusteigen...

Weiße Witwen

Die Baumwollregion Vidarbha gilt als Epizentrum der indischen Bauernselbstmorde. Steigende Produktionskosten, zerstörte Ernten und gentechnisch verbessertes, aber versagendes Saatgut hinterlassen jährlich tausende Bauern-Witwen. Zugleich werden in ganz Indien und in Vidarbha die für die Landwirtschaft wichtigen Klimaphänomene Monsun und Trockenperiode durch den Klimawandel immer extremer. Im Herzen der Region liegt das kleine Dorf Dhanoli – weitgehend von der Infrastruktur abgeschnitten.

Die Dokumentation zeigt die täglichen Probleme der Bauern und gibt gleichzeitig eine Idee, wie ihr Leben verbessert werden kann: Die indisch-deutsche Peace Foundation baut gemeinsam mit den Bewohnern eine Produktionsstätte, an der die Bauern eines Tages aus ihrer eigenen Baumwolle fertige Stoffe für den Verkauf herstellen können. Das Ziel ist, mit lokaler und eigener Produktion von Textilien zu besserem Einkommen und einem würdevollerem Leben zu gelangen.

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AB - JAHREN / 55 MINUTEN

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Freitag
13. März