35mm Kino: Himmel ohne Sterne

Das Problem der Teilung Deutschlands und der Widersinn der aufgezwungenen "widernatürlichen" Grenze, sinnfällig gemacht an der tragischen Geschichte der Liebe zwischen einer Fabrikarbeiterin aus dem Osten und einem Grenzschutzbeamten aus dem Westen Deutschlands. Ausgezeichnet fotografiert und gut gespielt. Nach wie vor eindrucksvoll als ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit. (film-dienst)

Helmut Käutner drehte Filme von 1932-1970. Im und nach dem 2. Weltkrieg umschiffte er - wie das gesamte zeitgenössische Kino - politische Themen weitgehend. Zwischen den Zeilen sind sie allerdings zu erkennen. Mit Himmel ohne Sterne greift er schlagartig die Teilung Deutschlands auf und entspinnt daran eine tragische Romanze im Grenzland zwischen Hessen und Thüringen. Käutners Filme sind durchdrungen von einer leisen Melancholie, das hat die 2017er Retrospektive in Bologna eindrucksvoll aufgezeigt. In Deutschland sind zwei verleihbare Kopien bekannt; das Filmmaterial ist 63 Jahre alt.

 

BRD 1955. R: Helmut Käutner. D: Erik Schumann, Eva Kotthaus. 108 Min.

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AB - JAHREN / 108 MINUTEN